Tissot

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Charles Félicien Tissot (1804 bis 1873) gründete mit seinem Sohn Charles-Emile (1830 bis 1910) im Jahre 1853 in Le Locle eine Werkstatt, die mit fremden Teilen Taschenuhren produzierte. Charles-Emile reiste dabei häufig nach Russland und in die USA, um deren Produkte zu verkaufen. Sein Sohn Charles (1860 bis 1936) übernahm das Unternehmen 1883 und setzt die Verkaufsreisen fort. 1915 fertigte man auch Armbanduhren, was auf Betreiben von Charles Sohn Paul (1890 bis 1951) geschah, der inzwischen zum Unternehmen gehörte. 1920 ging man auf eigene Werke über.

1929 schlossen sich Tissot und Omega zur Société Suisse pour l'Industrie Horlogère SA (SSIH) zusammammen. Tissot verwendete jetzt auch Rohwerke anderer Hersteller (sog. Ébauches), 1957 baute man ein neues Fabrikgebäude. In den siebziger Jahren war auch Tissot massiv von der Krise der Schweizer Uhrenindustrie betroffen, die durch die Ölkrise 1973, das Aufkommen preiswerter Importe aus Fernost und die verspätete Anpassung an die Quarztechnik ausgelöst wurde. Im Jahre 1977 wurden die Zweigwerke in Peseux NE und La Chaux-de-Fonds geschlossen und die Herstellung eigener Uhrwerke ganz aufgegeben. Dennoch schrieb Tissot weiter Verluste, so dass 1983 ein Zusammenbruch der Firma bevorzustehen schien. Die Rettung brachte schliesslich der Zusammenschluss der SSIH und der ASUAG (Allgemeine Schweizerische Uhren AG) zur Swatch-Gruppe unter Leitung von Nicolas Hayek im Jahre 1985, der zu einer umfassenden Reorganisation der schweizerischen Uhrenindustrie und der Erschliessung neuer Märkte führte.

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