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Geschrieben von: Hans-Werner Balster
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Dienstag, den 10. März 2009 um 06:59 Uhr |
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Maurice Lacroix SA ist ein Schweizer Uhrenhersteller mit Produktionsbetrieben in Saignelégier und Montfaucon. Jährlich werden bei Maurice Lacroix 120'000 Uhren gefertigt, davon 50'000 mit mechanischem Uhrwerk Das Unternehmen unter der gleichnamigen Holding mit Sitz in Zürich gehört zur Zürcher Desco von Schulthess AG und beschäftigt rund 300 Mitarbeiter, davon etwa 200 am internationalen Hauptsitz in Zürich und den Produktionsstätten in Saignelégier und Montfaucon in der Schweiz. "Maurice Lacroix" war der Name eines Mitglieds des Vorstandes des Mutterunternehmens. Zu der Zeit, als über die Lancierung einer eigenen Uhrenmarke nachgedacht wurde, verstarb er. Ihm zu Ehren wählte man seinen Namen als Markennamen.Gründer der Marke Maurice Lacroix war der Präsident und Delegierte des Verwaltungsrats, der Desco von Schulthess AG, Dr. Peter Brunner. Bis jedoch die ersten Uhren unter dem Namen Maurice Lacroix lanciert wurden, war es noch ein langer Weg.
1961 erwarb die Zürcher Desco von Schulthess AG im jurassischen Saignelégier einen Assemblagebetrieb für die Fertigung von privaten Label-Uhren für den nationalen und internationalen Markt.
1975 durchlitt die mechanische Uhrmacherei angesichts der Quarz-Revolution einer ihrer schwersten Existenzkrisen, als die Marke in Saignelégier gegründet wurde. Dennoch lancierte das Unternehmen in Österreich die erste Uhr unter dem Namen Maurice Lacroix. In den 1980er Jahren wurde ein internationales Vertriebsnetz aufgebaut und in Pforzheim wurde die Deutschland-Zentrale des Unternehmens eröffnet. 1989 erwarb Maurice Lacroix die Schweizer Gehäusefabrik Queloz SA, in der auch für andere namhafte Uhrenmarken Gehäuse produziert werden. Heute ist Maurice Lacroix mit weltweit rund 300 Mitarbeitenden in etwa 3300 ausgewählten Fachgeschäften in über 60 Ländern rund um den Globus vertreten.
Bekannt wurde Maurice Lacroix u.a. mit dem stilisierten M im Signet. Die großen Stärken des Modellangebots lagen damals besonders im mittleren Preissegment, wo sich die überdurchschnittlich gut ausgestatten Uhren aus Saignelegier gegen die Konkurrenz durchsetzen konnten. Die Führungsriege der Desco von Schulthess AG, einem seit 1946 im Vertretungsgeschäft hochwertiger Armbanduhren und seit 1964 mit "Tiara" im Private Label Bereich tätigen Unternehmen, war mit dem Erfolg der Lancierung der Marke Maurice Lacroix höchst zufrieden und betrachteten den Vorstoß von dem damaligen Entwicklungs-Chef René Baumann zur Schöpfung einer Kollektion von mechanischen Uhren mit liebevoll veredelten und zum Teil historischen Uhrwerken zunächst mit Skepsis. Mechanische Uhrwerke schienen zum damaligen Zeitpunkt ein eben erst überwundener Anachronismus ohne Zukunft. Erschwerend kam hinzu, dass sich die Herrenuhren mit mechanischem Innenleben neben den funkelnden, verspielten Pretiosen der Stammkollektion eher etwas unscheinbar ausnahmen. Doch mit der ihm eigenen grossen Überzeugungskraft konnte Rene Baumann sein Konzept von der Rückbesinnung auf die alten, erhaltenswerten Tugenden und Fähigkeiten plausibel machen und endlich durchsetzen. 1985 war damit der gedankliche Grundstein für die künftige Mechanik-Kollektion gelegt, die dann 1990 unter dem Namen Masterpiece Collection eine mechanische Uhren-Kollektion mit technischen Innovationen als Markenzeichen beinhaltete. Als stärkstes Verkaufsargument führte Maurice Lacroix die fein dekorierten, mit gebläuten Schrauben und geschliffenen Brücken versehenen sowie sinnvoll verbesserten Uhrwerke ins Feld. Dekorierte Uhrwerke waren in der Frühzeit des neuen Mechanik Booms bestenfalls von den weit etablierteren Genfer Luxusmarken bekannt. Um dieses Qualitätsmerkmal gebührend zu würdigen, schuf Maurice Lacroix als einer der ersten Hersteller die willkommene Möglichkeit zum Blick ins Uhrwerk durch gläserne Gehäuseböden.
Im Herbst 2001 wurde die Maurice Lacroix S.A., bislang eine Division der Desco von Schulthess AG, zur eigenständigen juristischen Einheit. Seit Januar 2007 gehört Maurice Lacroix innerhalb der Desco Gruppe zur neu gegründeten Desco Luxury Holding AG.
2006 hat Maurice Lacroix sein erstes vollkommen eigenständig entwickeltes Chronographen-Kaliber (ML 106) vorgestellt. Die komplexen Werkkomponenten für mechanische Kaliber werden in eigenen Werkstätten in Montfaucon in der Nähe von Saignelégier gefertigt. Damit kann Maurice Lacroix zu den Schweizer Uhrenmanufakturen gezählt werden.
http://www.mauricelacroix.com/de/Home.html
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Geschrieben von: Hans-Werner Balster
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Dienstag, den 10. März 2009 um 05:27 Uhr |
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Gegründet wurde das Unternehmen 1869 als „Robert Mühle und Sohn". Produziert wurden Messinstrumente und feinmechanische Geräte, vorwiegend für die örtliche Uhrenindustrie.
Später wurden auch Mess- und Anzeigeinstrumente für Fahrzeuge entwickelt und produziert, z. B. für Marken wie Horch (heute Audi). Während des Zweiten Weltkriegs wurden vorwiegend Instrumente für Panzer- und andere motorisierte Einheiten der Wehrmacht sowie für die Kriegsmarine hergestellt. Kurz vor Ende des Krieges wurde Glashütte von der sowjetischen Luftwaffe bombardiert, dabei wurden auch große Teile der Firma Mühle zerstört.
1945 wurde der Familienbetrieb enteignet, da es sich um einen Rüstungsbetrieb bzw. kriegswichtigen Betrieb gehandelt hatte. Die erneute Gründung wurde 1946 von Hans Mühle, dem Enkel des Gründers, vollzogen. Unter dem neuen Namen „Hans Mühle Glashütte" erfolgte die Produktion von Messgeräten, Lauf- und Hemmwerken. Als Hans Mühle starb, übernahm sein Sohn Hans Jürgen Mühle im Jahre 1969 die Firma. 1972 wurde das Unternehmen zwangsverstaatlicht und im Jahre 1980 von der Glashütte Uhrenbetrieb (GUB) übernommen. Hans Jürgen Mühle war nach der Wende 1990 erst Abteilungsleiter, später Geschäftsführer der GUB.
1994 kam das Unternehmen wieder in den Besitz der Gründerfamilie. Anfangs wurden nur Schiffsuhren und Schiffsuhrsysteme hergestellt, was sich noch im aktuellen Firmennamen widerspiegelt. Später kam die Produktion von mechanischen Armbanduhren mit automatischem Aufzug auf der Grundlage von verbesserten (veredelten) Schweizer Werken, überwiegend der Hersteller ETA und Valjoux hinzu.
Nach dem Erscheinen der ersten Mühle-Uhrenkollektion warfen Kritiker aus den Reihen anderer Glashütter Uhrenmanufakturen der Fa. Mühle immer wieder vor, die Herkunftsbezeichnung „Glashütte“ zu Unrecht zu verwenden, da die in den Mühle-Uhren verwendeten Uhrwerke nicht in Glashütte hergestellt, sondern zugekauft seien. Dieser Streit ist seit Anfang 2008 beigelegt nachdem alle von Mühle vertriebenen Uhren inzwischen die Anforderungen an die Herkunftsbezeichnung "Glashütte" erfüllen
http://www.muehle-glashuette.de/ |
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Geschrieben von: Hans-Werner Balster
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Montag, den 09. März 2009 um 13:50 Uhr |
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Gegründet wurde die Uhrenmanufaktur durch den sächsischen Meisteruhrmacher Ferdinand Adolph Lange, einem Schüler des sächsischen Hofuhrmachers Johann Christian Friedrich Gutkaes, am 7. Dezember 1845 in Glashütte. In einem frühen Beispiel von staatlicher Strukturpolitik erhielt Lange 7800 Taler für die Firmengründung und Ausbildung von 15 Lehrlingen im strukturschwachen Glashütte bei Dresden, als finanzielle Hilfe des königlich-sächsischen Innenministeriums in Form eines Kredits. Über längere Zeit kämpfte das Unternehmen mit Problemen, aber bereits 1875 verfügte der Betrieb über ca. 70 Mitarbeiter. Ferdinand Adolph Lange legte das Fundament für die Entwicklung von dem verarmten Glashütte im sächsischen Erzgebirge - hin zum Zentrum der deutschen Feinuhrmacherei in Konkurrenz zu den etablierten Schweizer Herstellern. Die beiden ältesten Söhne von Ferdinand Adolf Lange, Richard und Emil Lange, traten ab 1868 in das väterliche Unternehmen ein. Unter ihrer Regie gelangte die Manufaktur zu Weltruhm. A. Lange & Söhne bestand bis 1948, bis das Unternehmen von der sowjetischen Besatzungsmacht enteignet wurde, genau 103 Jahre. Bis zu diesem Zeitpunkt leiteten die Söhne von Emil Lange, Otto, Rudolf und Gerhard, die Geschicke. Mehr als 30 Uhrenpatente entstanden unter Ferdinand Adolf Lange und seinen Nachfahren.
In der Zeit der Deutsche Demokratische Republik (DDR) wurden sieben noch verbliebene und in Glashütte befindliche Uhrenfabriken und Zulieferbetriebe verstaatlicht und zum Volkseigenen Betrieb VEB Glashütter Uhrenbetriebe (GUB) zusammengefasst. Auch Lange-Spross Walter Lange, Sohn von Rudolf Lange und Urenkel von Ferdinand Adolph Lange, wurde 1948 enteignet. Walter Lange floh in den westlichen Teil Deutschlands und startete ab etwa 1951 in Pforzheim eine Karriere im Uhrengroßhandel. Aus dem Volkseigenen Betrieb GUB gingen 1993 die Glashütter Uhrenbetrieb GmbH hervor, die der direkte Nachfolger des VEB sind. Walter Lange gründete mit 66 Jahren, am 7. Dezember 1990 die Lange Uhren GmbH als neue Uhrenmanufaktur. Die neugegründete GmbH hat die Markenrechte für „A.Lange & Söhne" erworben, die zwischenzeitlich an die Treuhandanstalt gefallen waren. Es existiert keine rechtlich direkte Firmentradition, dennoch wird die Lange Uhren GmbH als Fortführung der traditionsreichen Uhrenmarke gesehen.
Der Wiederaufstieg der Marke ist insbesondere dem damaligen International Watch Company Präsidenten (IWC), Günter Blümlein, zu verdanken, der gemeinsam mit dem schon im Ruhestand befindlichen Walter Lange einen außergewöhnlichen Neubeginn wagte. Mit massiver finanzieller und personeller Hilfe der LMH Holding (Les Manufactures Horlogeres), die damals zur VDO gehörte und ab 1994 unter dem Dach der Mannesmann AG geführt wurde, gelang das Experiment. Gemeinsam präsentierten beide am 24. Oktober 1994 die ersten vier Uhrenmodelle LANGE 1, TOURBILLON „Pour le Mérite", SAXONIA und ARKADE der Weltpresse. Die Lange 1, die Saxonia und die Arkade waren mit dem mittlerweile markentypischen und patentierten Großdatum ausgestattet, einer Großdatumsanzeige nach dem optischen Vorbild der Bühnenuhr der Dresdner Semperoper, die einst Gutkaes erbaute. Die LANGE 1 besitzt - neben den Neuheiten - noch immer die Position eines Flaggschiffes. Weit über 30 Mal wurde sie schon ausgezeichnet. Bis heute sind mehr als 20 eigene Manufakturwerke (Kaliber) zur Produktpalette hinzugekommen. Bekannte Modelle heißen Datograph, Cabaret, Double Split, Richard Lange und Saxonia - nun mit dem Automatikwerk „Sax-0-Mat".
Seit 2001 gehört die Uhrenmanufaktur neben IWC und Officine Panerai.zum Luxusgüterkonzern Richemont. http://www.alange-soehne.com |
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Geschrieben von: Hans-Werner Balster
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Montag, den 09. März 2009 um 13:39 Uhr |
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m Jahre 1888 gründeten die Brüder Adolf und Alfred Kurth in Grenchen/SO die Kurth Frères Fabrik für die Produktion von Uhrwerke und Uhrenteile. Wenige Jahre später wurde mit der Produktion von kompletten Uhren begonnen.
Die ersten Uhren wurden unter dem Namen „Grana" vertrieben. Grana wurde vom „Granacus" abgeleitet was der lateinischen Namen für Grenchen ist. Bis 1938 wurden Uhren mit verschiedenen Markennamen hergestellt und vertrieben. Darunten auch die Marke Certina. Danach wurde entschieden, nur noch mit der Marke Certina weiter zu pflegen.
Certina tritt 1983 in die damalige SMH ein (heute Swatch Group) http://www.certina.ch/ |
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Geschrieben von: Hans-Werner Balster
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Montag, den 09. März 2009 um 13:30 Uhr |
Abraham-Louis Breguet gründete 1775 in Paris eine Werkstatt. Anfangs lag der Schwerpunkt auf der Finissage fremder Rohwerke, doch schon bald folgte die Fertigung von Taschenuhren mit einem eigenen, an Lépine orientierten Uhrwerk. 1798 präsentierte Breguet bei einer nationalen Ausstellung seine freie Hemmung mit "konstantem Druck"; von diesem Zeitpunkt an war sein Erfolg nicht mehr zu bremsen. Selbst Zar Alexander nutzte bei einem Besuch in Paris die Gelegenheit, das Atelier des großen Maître zu besichtigen.
1808 trat Breguets Sohn Louis als Partner in die Firma ein und führte sie nach Breguets Tod weiter. Von da an firmierte die Manufaktur als „Breguet et fils".
Nach dem Tod des Firmengründers im Jahre 1823 erhält die Manufaktur unter der Führung seines Neffen Louis-Antoine, dem letzten direkten Nachkommen der Breguet-Familie, den Namen "Breguet Neveu & Cie". Er begann eine Kooperation mit Edward Brown, einem Engländer, der 1870 Alleineigentümer der Manufaktur wurde. Von Generation zu Generation verlegte die Manufaktur unter den Browns oft ihren Firmensitz.
1970 wurde das Unternehmen dann von den beiden Pariser Juwelieren Jacques & Pierre Chaumet erworben, die wieder Uhren im Sinne des Gründers herstellen wollten. Nach deren Bankrott ging Breguet 1987 in den Besitz der Firma Investcorp über. Breguet bezog die Werke von der Nouvelle Lemania.
1999 wurde Breguet von der Swatch Group aufgekauft. http://www.breguet.com/ |
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