(* 5. August 1776 in Kopenhagen, Dänemark; † 14. Mai 1830) war als erster Uhrmacher Mitglied der Königlich Dänische Akademie der Wissenschaften. Als Uhr- und Chronometermacher arbeitet er mit Abraham-Louis Breguet, Ferdinand Berthoud, Pierre-Louis Berthoud und John Arnold zusammen. Jürgensen konstruierte Chronometer für die Observatorien und die dänische Marine. Urban Jürgensen schrib unter anderen die Klassiker der Uhrenliteratur "Allgemeine Grundsätze der genauen Zeitmessung durch Uhren" und "Die höhere Uhrmacherkunst"
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Uhrmacher
Jürgensen, Urban
Assmann, Julius
(* 2. Oktober 1827 in Stettin; † 15. August 1886) war ein Glashütter Uhrenfabrikant.Julius Assmann wurde am 2. Oktober 1827 in Stettin geboren und erlernte dort das Uhrmacherhandwerk. Weiteres Wissen erwarb er bei Berliner Chronometermachern, bevor er ab 1850 bei der A. Lange & Söhne arbeitete. 1852 eröffnet er auf Anraten von Ferdinand Adolph Lange , die J. Assmann/Glashütte i.SA, Deutsche Anker-Uhren-Fabrik in Glashütte. Die Firma stellte Taschenuhren, Chronometer und Beobachtungsuhren her. Die Uhren sind denen von Lange & Söhne ebenbürtig, aber viel seltener.
Er heiratet am 31. Juli 1853 die Schwester von Adolf Schneider, ebenfalls Mitarbeiter von Lange und später selbständiger Uhrenfabrikant. Aus dieser Ehe mit Emilie Auguste Schneider stammt sein Sohn Paul Assmann, der die Firma fortführte.
Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er 1865 die Tochter Marie von F.A. Lange und wurde so dessen Schwiegersohn.
Hutchins, Levi
Hutchins war der Sohn von Gordon Hutchins und seiner Frau Dorothy Stone. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Abel war er Lehrling bei Simon Willard in Roxbury, Massachusetts, einem bekannten Uhrmacher und Erfinder. Ob Hutchins wirklich der Erfinder des ersten Weckers war ist in der Fachwelt umstritten.,möglicherweise gabe es schon frühere Exemplare in Deutschland und England.. Im 18. Jahrhundert ließ man sich morgens von der Sonne wecken, Hutchins musste aber um 4 Uhr aufstehen, um zur Arbeit zu gelangen, wenn es noch dunkel war. 1787 konstruierte er ein Gehäuse aus Pinienholz, in das er eine seiner vorhandenen Messinguhren einbaute. Mithilfe eines Zahnrades löste die Uhr um vier Uhr morgens einen Schlag auf eine Glocke aus. Das Geräusch war laut genug, um Hutchins zu wecken. Der Wecker besaß noch keine Möglichkeit, eine andere Weckzeit einzustellen.
Tompion, Thomas
(* 1638 in Northill, Bedfordshire; † 20. November 1713 in London) war ein vom englischen Königshof geschätzter und von seinen Kollegen hoch geachteter englischer Uhrmacher.Tompion zählte in seinem familiären Umfeld mehrere ungewöhnlich tüchtige Uhrmacher. Zu nennen sind: Sein Neffe Thomas Tompion jun. (Uhrmacherlehre bei Charles Kemp), Sohn seines Bruders James. Des Junior Schwester Elizabeth heiratete George Graham, der in des älteren Thomas Geschäft eingetreten war und später dessen Teilhaber wurde. Thomas sen. Nichte Margaret, Tochter seiner Schwester Margaret Kent, heiratete den Uhrmacher Edward Banger. Sie alle arbeiteten zeitweilig in wechselnder Verbindung miteinander. Thomas Tompion wurde in der Westminster Abbey bestattet.
Thomas Thompion werden zahlreiche Erfindungen und Entwicklungen zugeschrieben u.a.:
- Die Erfindung der Sautroghemmung, die 1720 von George Graham zur Zylinderhemmung weiterentwickelt wurde.
- Die Einführung des von dem Londoner Uhrmacher und Geistlichen Edward Barlow (1636-1716) erfundenen und durch Daniel Quare verbesserten Rechenschlagwerkes, mit dem erstmalig eine Schlagrepitition möglich war.
- Bodenstanduhren, die die Zeitgleichung angaben, sog. Äquationsuhren (Anregung wahrscheinlich durch Christiaan Huygens).
Lange, Ferdinand Adolph
(* 18. Februar 1815 in Dresden; † 3. Dezember 1875 in Glashütte) trat als 15 Jähriger das Dresdner Polytechnikum ein und erlernte anschließend beim sächsischen Hofuhrmacher Johann Christian Friedrich Gutkaes sen. den Beruf des Uhrmachers. Ab 1837 bereiste er Frankreich, die Schweiz und Großbritannien, um sein Wissen und seine Fertigkeiten bei berühmten Uhrmachern zu vervollkommnen. Der berühmte Pariser Uhrmacher Thaddäus Winnerl bot ihm eine Stelle auf Lebenszeit an, dennoch kehrt Lange 1841 nach Sachsen zurück und wurde mit Gustav Bernhard Gutkaes Teilhaber der Firma "Gutkaes & Lange" in Dresden.Am 7. Dezember 1845 gründete Ferdinand Adolph Lange in Glashütte mit seinem späteren Schwager, dem Uhrmacher Friedrich August Adolf Schneider - finanziell unterstützt von der königlich-sächsischen Regierung mit einem rückzahlbaren Darlehen von 7.820 Talern - die Uhrenmanufaktur „A. Lange, Dresden", die ab 1868 nach Eintritt seines Sohnes Richard Lange als Mitinhaber unter A. Lange & Söhne firmierte. 1875 trat auch der Sohn Friedrich Emil Lange in die Firmenleitung ein. Die dortige strukturschwache Region bot vor allem das für den Beginn einer wirtschaftlichen Uhrenproduktion unerlässliche niedrige Lohnniveau. Gleichzeitig erfüllte er seine gegenüber der sächsischen Regierung eingegangene Verpflichtung und begann mit der Ausbildung von Uhrmachern in Glashütte und legte so den Grundstein für die sich daraus entwickelnde Uhrenindustrie. Deren weitere Entwicklung förderte Lange, indem er qualifizierte Mitarbeiter zur Gründung eigener Unternehmen ermunterte. Beispiel dafür sind die Manufakturen von Adolf Schneider und Julius Assmann.
Im Gegensatz zu der zu dieser Zeit sonst noch sehr handwerklichen Uhrenherstellung strebte Lange eine arbeitsteilige Produktion der Einzelteile an, versuchte die theoretischen Grundlagen der Feinmechanik zu vertiefen und für die Uhrenfertigung zu nutzen. Ferdinand Adolph Lange entwickelte unter anderem neue Präzisionswerkzeuge und Messgeräte. Diese Methoden, sowie die von Lange im Uhrenbau eingeführten technische Verbesserungen, erlaubten alsbald die Herstellung von hochwertigen und sehr präzisen Taschenuhren zu akzeptablen Preisen in wirtschaftlichen Stückzahlen.
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