Diese Hemmung wurde schon 1695 von Thomas Tompion (1639 - 1743) erfunden und von George Graham 1720 entscheidend weiterentwickelt. Doch erst 100 Jahre später löste die Konstruktion die Spindelhemmung bei tragbaren Uhren ab.Das Hemmungsrad trägt kronenartige Zähne, die in einem Schuh enden. Diese greifen über einen kompliziert gestalteten Ausschnitt in das Innere der hohlen Unruhwelle ein. Dabei gleiten die Zähne beim Vor- und Rückschwingen der Unruh an den Kanten des Zylinderfensters ab und bewirken dabei einerseits eine Phase der Ruhe, andererseits geben sie beim Fortschreiten einen Impuls an die Zylinderwelle ab.
Werke mit Zylinderhemmung waren um 1900 selbst bei goldenen Damen Taschenuhren weit verbreitet. Zylinderwerke würden bis etwa 1940 gebaut. Seit den 1920er Jahren wurden Zylinderwerke nur noch für billigere Armbanduhren verwendet.






